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Computerspiele machen süchtig! Computerspiele machen schlau! Computerspiele machen einsam! Computerspiele machen Spaß! Gaming ist Sport!
Solche oder so ähnliche Aussagen tauchen immer wieder auf, sobald sich das Gespräch um Computerspiele dreht. Computerspiele sind heutzutage aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken, obwohl ihre Nachteile und ihr Nutzen immer wieder für Diskussionen sorgen. Dennoch erfreuen sich Computerspiele weiterhin großer Beliebtheit. Was macht eigentlich den Reiz von Computerspielen aus?
Das hängt klar davon ab, warum jemand spielt, wie oft und wie lange jemand spielt, und auch welche Art von Computerspiel jemand gerne spielt.
Denn Computerspiel ist nicht gleich Computerspiel.
Um einen Überblick zu bekommen ist es hilfreich, Computerspiele, ähnlich wie Filme, Bücher und Musik, in verschiedene Genres zu unterteilen. Es gibt jedoch keine allgemeingültige Einteilung von Genres im Bereich Computerspiele. Die folgende Genreeinteilung richtet sich nach interaktiver Herausforderung und der technologischen Entwicklung des Spiels. Moderne Spiele können oftmals mehreren Genres zugeordnet werden, am häufigsten findet man heutzutage Mischformen.
Am Bildschirm spielen heißt, die Augen intensiv anstrengen. Es ist daher empfehlenswert, folgende Richtlinien zu beachten:
Versuchen Sie, vorab zu bestimmen, welche Art von Spiel, wie lange, und auch wann Ihre Kinder spielen dürfen. Tipp: im e-Sicherheits-Kit für die Familie finden Sie eine Vorlage.
Bei Online-Spielen gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, wenn Kinder auf unbekannte Personen treffen:
Achten Sie darauf, dass die Spiele Ihrer Kinder deren Alter angemessen sind.
Das Kit zur Online-Sicherheit für die ganze Familie ist eine Zusammenstellung von ausgearbeiteten Informationen des europäischen Netzwerks Insafe mit Unterstützung von UPC. Mit der Benutzung dieses Kits können Familien gemeinsam sichere Verhaltensweisen zur Internet-Benutzung auf spielerische Weise erlernen. Dank der Unterstützung zahlreicher nationaler öffentlicher Akteure konnte das Familien-Kit für Luxemburg angepasst und in deutscher und französischer Sprache herausgegeben werden.
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Beim sogenannten dysfunktionalen oder pathologischen Computer-Gebrauch handelt es sich um eine zumindest sucht-ähnliche Erkrankung, deren Betroffene erhebliche Zeitspannen am Rechner und im Netz verbringen. Dabei bezeichnet der dysfunktionale Computer-/Online-Konsum ein zeitweiliges Problem, das im Jugendalter oft auftaucht und sich nach einiger Zeit wieder gibt.
In-App-Käufe und Freemiums sind Modelle für die Vermarktung von Applikationen. Diese neue Strategie kann teuer für Sie werden. Wenn Ihre Kinder/Teenager Freemium-Games spielen oder Games, die In-App-Käufe (Käufe in der Applikation) anbieten, und dies über Ihre Kreditkarte abgerechnet wird, achten Sie darauf, was Ihre Kinder ausgeben. Um böse Überraschungen zu vermeiden, gibt Ihnen BEE SECURE einige Tipps.
Die Videospiele-Industrie schätzt das Freemium-Geschäftsmodell sehr. Dieses Modell ist bei vielen Spielen für Smartphones und Tablets zur Norm geworden. Die Spiele kann man zwar umsonst herunterladen, doch es werden schnell zusätzliche kostenpflichtige Funktionen angeboten. Mit diesen Funktionen können Sie beispielsweise Dinge kaufen, die Ihnen helfen, schneller durch die Levels des Spiels zu kommen. Im Klartext: Statt zu warten, bis Sie weiterspielen können, sparen Sie Zeit, wenn Sie bezahlen, und der Spielfluss wird beschleunigt.
Die Strategie ist also folgende: ein Spiel an eine größtmögliche Zahl Kunden verkaufen oder umsonst verteilen, um dann kostenpflichtige Funktionen in der Applikation anzubieten, die den Spielverlauf flüssiger machen. Dieses System mit Mikrotransaktionen kann am Ende jedoch recht teuer werden.
Sie finden normalerweise die Preise der unterschiedlichen Funktionen eines Spiels in den Details der Applikation im Store. Hier ein Beispiel des Spiels Temple Run 2 für das iPhone:
Die Formulierung, auf die Sie achten sollten, ist „Bietet In-App-Käufe an“. Achtung, einige Preise können bei über 100 € liegen.
Beispiel Temple Run 2: Eine Art Gorilla ist Ihnen auf den Fersen, und Sie müssen rennen, um dem Monster zu entkommen. Ziel ist, so viele Kilometer wie möglich zu durchlaufen, ohne zu stolpern. Sie erhalten regelmäßig positives Feedback, in dem Ihr exzellenter Spielstil gelobt wird, um Sie zu pushen. Wenn Sie fallen, können Sie, indem Sie einen Edelstein eintauschen, das Spiel an der Stelle fortsetzen, an der Sie gescheitert sind. Diese Steine sind jedoch recht selten, und wenn Sie keine besitzen, können Sie für mindestens 0,99 Euro welche kaufen. Natürlich wird schnell und gerne gekauft, denn wieder von vorne anzufangen, kann lästig werden. Zudem setzen diese Applikationen stark auf soziale Netzwerke, wo Sie Ihre Highscores mit Ihren Freunden teilen können, um so Ihren Kampfgeist zu wecken.
Im Gegensatz zu anderen Verkaufsstrategien besitzen Sie in diesem Fall die Applikation nie wirklich ganz. Das was kostenpflichtig ist sind sofortige Kapazitätsfreigaben, zu deren Kauf Sie durch eine Frustration zu einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel verleitet werden.
Achten Sie darauf, wie In-App-Käufe angepriesen werden, vor allem, wenn Ihr Kind/Teenager Ihr Smartphone oder Tablet verwendet.
1. Deaktivieren Sie In-App-Käufe: Durch die Aktivierung der Einschränkungen kann man ein Passwort bestimmen, das bei einem Kauf eingegeben werden muss, oder verschiedene Arten von Käufen verhindern.
So geht’s, wenn Sie iOS verwenden:
2. Konfigurieren Sie Ihr Tablet oder Smartphone so, dass Ihr Zugriffscode bei jeder Transaktion verlangt wird und nicht erst nach einer gewissen Zeit.
In den Einschränkungen finden Sie den Tab „Passworteinstellungen“. Wählen Sie „Immer erforderlich“ und aktivieren Sie „Passwort erforderlich“.
So geht’s, wenn Sie Android verwenden:
Gehen Sie im PlayStore in die Einstellungen. Tippen Sie auf „Authentifizierung für Käufe erforderlich“. Wählen Sie „Für alle Käufe bei Google Play auf diesem Gerät“.
Am 25. April fand in der Abtei Neumünster in Luxemburg eine Fachtagung zum Thema Spielsucht statt. Dabei wurde sich nicht nur auf das klassische Glücksspiel in Casinos und an Automaten, welche mittlerweile auch in etwa 200 Gaststätten in Luxemburg stehen, beschränkt, sondern auch ein Blick auf das Suchtpotenzial der neuen Medien geworfen.
Immer mehr Menschen verbringen zu viel Zeit am Computer, im Internet und an der Spielkonsole. Nicht immer geht es dabei um die Hoffnung auf den großen Geldgewinn. Von verschiedenen Spielen, seien dies einfache Browsergames oder Onlinespiele, geht eine gewisse Suchtgefahr aus. Sie bieten den Usern die Möglichkeit, aus ihrem Alltag zu fliehen und sich in einer Parallelwelt nach Herzenslust auszutoben, sollten aber im Leben eines Menschen nicht mehr Platz einnehmen, als ein normales Hobby. Mehrere Studien belegen, dass etwa 3 Prozent der Jugendlichen als pathologische Spieler eingestuft werden müssen.
Nicht alle von ihnen wurden von der so genannten „PINTA-Studie“ erfasst, die im September 2011 durchgeführt wurde und zur Erkenntnis kam, dass es allein in Deutschland etwa 560.000 Internetsüchtige zwischen 14 und 64 Jahren gibt, was etwa einem Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Beschränkt man das Resultat auf die Altersgruppe von 14 bis 24 Jahren, verdoppelt sich der Prozentsatz noch einmal.
Problematisch wird der Konsum von Spielen, wenn das virtuelle Leben auf einmal wichtiger erscheint, als das reale. Wer sich von der Realität abschottet, riskiert zum sozialen Außenseiter zu werden. Freundschaften und Hobbys werden vernachlässigt während die gesamte Motivation ins Spiel investiert wird.
Nicht nur wenn es sich bei den Gamern um Kinder oder Jugendliche handelt, ist es überaus wichtig, dass Eltern, beziehungsweise Angehörige, nicht wegschauen, sondern den Betroffenen mit seinem Verhalten konfrontieren. Um herauszufinden, ob er schon eine Art Sucht entwickelt hat, kann man auf folgende Anzeichen achten:
Auch die sogenannte „Entchen-Regel“, eine von Dr. Jörg Petry während der Fachtagung in der Abtei Neumünster gebrauchte Allegorie, kann ein wichtiger Anhaltspunkt sein. Auf die Frage eines Zuhörers, wie man denn feststellen kann ob ein Angehöriger spielsüchtig ist, meinte Petry: „Was quakt wie eine Ente, watschelt wie eine Ente und aussieht wie eine Ente, ist eine Ente!“ Will heißen: Wenn alles auf eine Sucht hindeutet, sollte man der Wahrheit auch ins Auge sehen, anstatt sie zu verdrängen.
In jedem Fall gilt: den Betroffenen mit seiner Sucht konfrontieren. Im Gegensatz zur Glückspielsucht, ist bei der Internetsucht bzw. der Spielsucht eine absolute Abstinenz wahrscheinlich gar nicht möglich. Das Ziel sollte darin bestehen, den Spiel- beziehungsweise Internetgebrauch auf ein gesundes Maß zu reduzieren, während alternative Beschäftigungen wie Sport und soziale Kontakte wieder mehr in den Vordergrund gerückt werden sollten.
Damit Kinder gar nicht erst zu Computerjunkies werden, ist es wichtig, dass Eltern eine kritische Medienhaltung vermitteln. Kritisch bedeutet, dass sie die positiven Eigenschaften der neuen Medien durchaus unterstützen sollten (wie zum Beispiel Möglichkeiten zur Information, Unterhaltung und sozialer Interaktion), während die negativen Effekte verhindert werden sollten (Konsum schädlicher Inhalte, Kontrollverlust, Überschreiten der vereinbarten Nutzungszeit). Eltern müssen sich mit ihren Kindern austauschen, gemeinsam mit ihnen Regeln aufstellen (dazu gehört vor allem auch das Einführen von begrenzten Spielzeiten) und ihnen vermitteln, warum diese Regeln wichtig sind.
Eltern sollten auch ein Interesse dafür entwickeln, mit welchen Spielen sich ihre Kinder beschäftigen. Hier lautet die Devise: Nicht nur über die Schulter schauen, sondern auch selber mal mitspielen. Der gesunde Menschenverstand sollte dann entscheiden, ob das Spiel für das Kind geeignet ist, oder nicht. Während bei Internetspielen so gut wie keine Alterskontrolle besteht, gibt es bei den Computerspielen im Handel zwar vorgegebene Altersfreigaben, doch sind die Verkäufer in Luxemburg nicht dazu gezwungen, sich auch an diese Richtlinien zu halten. Dabei liefern sie einen guten Anhaltspunkt und sollten von Eltern keinesfalls ignoriert werden. Denn auch wenn der zwölfjährige Sohn von einem gewaltverherrlichenden Ego-Shooter behauptet, das würden jetzt alle spielen, heißt das noch lange nicht, dass auch alle das Richtige tun.